Kluge Wege der Vernetzung - Elterliche und Professionelle Präsenz | 02.-04. März 2017

Einführung

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Im Ansatz des gewaltlosen Widerstands, wie er in Deutschland von Haim Omer und Arist v. Schlippe entwickelt wurde, ist die Gewinnung sozialer Unterstützung ein wesentliches Element.

Eine isolierte Mutter, ein hilfloser Vater brauchen genau das, um die eigene Stimme zu erheben und die eigene „Präsenz“ wieder erlangen zu können. Die Bedeutung hilfreicher Netzwerke geht dabei über das Elterncoaching weit hinaus. Derartige Formen der Hilfe liegen allerdings nicht „so einfach auf der Straße“, und sie sind auch bei weitem nicht immer tragfähig.

In der Tradition der fünf vorhergehenden „Osnabrück-Tagungen“ sucht die Veranstaltung daher nach „klugen Wegen der Vernetzung“, die einen Ausweg aus der Hilflosigkeit finden helfen – für Eltern, Erziehungspersonen, Berater, aber auch für betroffene Kinder und Jugendliche.

Zielgruppe: Mitarbeiter aus den Bereichen Jugendhilfe, Familienberatung, Eltern-Kind Beratung u.a. Psychologen, Sozialpädagogen, Kinderärzte, Kinderpsychologen und Erziehern

 

Grußwort der Schirmherrin Christina Kampmann

Ministerin Christina Kampmann

„Sehr gerne habe ich die Schirmherrschaft für diese Fachtagung übernommen: Elternschaft und Familie sind heute bunt und vielfältig; viele Eltern kennen und bewältigen tagtäglich den Balanceakt zwischen Familie und Beruf.

 

 

Gleichzeitig stehen sie oft vor besonderen Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir Eltern nicht allein lassen, sondern dass sie auf ein tragendes Netzwerk zurückgreifen können, das ihnen die Beratung, Unterstützung und Hilfe bietet, die sie benötigen. Ich freue mich daher sehr, dass Expertinnen und Experten sich drei Tage sehr intensiv mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen und kluge Wege und Möglichkeiten der Vernetzung aufzeigen.“

unterschrift

Christina Kampmann

Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport

des Landes NRW

Inhalte | Programm

  1. 1
    Donnerstag, 2. März 2017

    9.30 Uhr: Check-in

    11.00 Uhr: Begrüßung und Eröffnungsvorträge

    • Arist v. Schlippe, Witten/Osnabrück: „Unterstützung braucht Vernetzung, aber nicht jede Vernetzung ist Unterstützung“
    • Haim Omer, Tel Aviv: „Das Gefühl, zu einem ‚Wir’ zu werden: die Erzeugung einer tatkräftigen Gemeinde“

    12.30 Uhr: Mittagspause

    13.30 Uhr: „Lunch-Lecture“

    • Heiko Kleve, Potsdam: „Vernetzung aus systemtheoretischer Perspektive“

    14.15 Uhr: Kaffeepause

    14.30 Uhr: Einführende und vertiefende Workshops A1 – A2 I B1 – B9

    16.30 Uhr:  Kaffeepause

    17.00 Uhr:  Zwei parallele Symposien

    • Kultur
      Bettina Lamm, Osnabrück & Jörn Borke, Stendal: „Kulturelle Variabilität in der sozialen Unterstützung und Konsequenzen für die Entwicklung“, (Chair: Barbara Ollefs)
    • Medien
      Franz Josef Röll, Darmstadt: „Umgang mit Medienpräsenz“ (Chair: Claudia Terrahe-Hecking)

    18.30 Uhr:  „Auf ein Gläs’chen zur Vernetzung“

  2. 2
    Freitag, 3. März 2017

    8.45 Uhr: Selbstzentrierung

    9.00 Uhr: Vorträge Großstadt-Szenen: Vernetzung und Unterstützung
    Chair: Ulrike Willutzki, Heiko Kleve

    • Arnold Mengelkoch, Berlin: „Neukölln – Nicht aufgeben!“
    • Elisabeth Heismann, London: „Jugendbanden: Erfahrungen mit den Eltern jugendlicher Bandenmitglieder“

    11:00 Uhr: Kaffeepause

    11.30 Uhr: Haim Omer „Das therapeutische Bündnis mit den Eltern: Wie man sich mit den Leiden, den Errungenschaften und den Werten der Eltern verbindet“

    12.30 Uhr: Mittagspause

    13.30 Uhr: „Lunch-Lecture“
    Uri Weinblatt, Israel: „Collective Mirroring: How others can regulate shame and heal vulnerability and hurt“

    14.15 Uhr: Einführende und vertiefende Workshops C1 – C2 I D1 – D8

    Schwerpunktthema: „Kritische Situationen im Elterncoaching und Wege zur Vernetzung aus der Praxis“

    16.15 Uhr: Kaffeepause

    16.45 Uhr: Parallele Symposien

    • Isabel Böge, Ravensburg: Wenn die Kinder- und Jugend-Psychiatrie nach Hause kommt. Konzept und Erfahrung von Home-Treatment (Chair: Dennis Haase)
    • Cornelia Oestereich, Wunstorf: Elterncoaching im interkulturellen Kontext (Chair: Barbara Ollefs)

    18.30 Uhr: „Fest verankert!“ – ein Theaterstück des Kinder- und Jugendtheaters Lutz in Kooperation mit dem Beratungszentrum „Rat am Ring“, Hagen

    Anschließend „Vernetzung und Austausch“ im Foyer der UW/H

  3. 3
    Samstag, 4. März 2017

    8.45 Uhr: Selbstzentrierung

    9.00 Uhr: „Gar nicht so einfach“ – Unterstützungsarbeit in besonderen Kontexten
    Chair: Claudia Terrahe-Hecking

    • Sibylle Hüdepohl, Martin Steinkamp, Hagen:
      Fest verankert! Vernetzung in der regionalen Jugendhilfe
    • Reinhard Meng, Iserlohn:
      „Wie kommt das Neue in das Unternehmen und wie entwickelt es sich weiter“ Implementierung der „elterlichen / professionellen Präsenz in die Strukturen und Handlungsfelder eines Unternehmens am Beispiel der Ev.Jugendhilfe Iserlohn – Hagen
    • Thomas Rüth, Andreas Klink, Essen:
      Unkonventionelle Bündnisse. Präventive Netzwerke und ihre Wirksamkeit

    11.15 Uhr: Kaffeepause

    11.45 Uhr: Kluge Wege der Vernetzung …

    12.15 Uhr: Haim Omer, Tel Aviv: „Das ‚Wir’ der Therapeuten: Wie wir einander Unterstützung geben und bekommen können“

    13.00 Uhr: Abschlussworte (Arist von Schlippe, Barbara Ollefs, Ulrike Willutzki,
    Claudia Terrahe-Hecking, Dennis Haase)

    13.15 Uhr: Farewell-Lunch

Den kompletten vorläufigen Programmablauf finden Sie als pdf-Datei im Bereich „Downloads“

Inhalte | Workshops am 02. März 2017

Donnerstag, 02. März 2017 von 14.45 bis 16.30 Uhr

 Die Anmeldung erfolgt vor Ort!

A | Einführungsworkshops:

A1 | Martin Solty: Unterstützung braucht Unterstützung! – die hilfreiche Triade des Unterstützungssystems…

A2 | Dietmar Otto, Frank Untiedt: Neue Autorität durch pädagogische Präsenz. Einführung in Grundlagen und Haltungs- und Handlungsebenen der Neuen Autorität

 

B | Vertiefungsworkshops:

B1 | Matthias Bartscher: „Niemand kann seine Ziele allein erreichen – Vernetzung als Herausforderung für Professionalität in Beratung, Bildung und Therapie“

B2 | Petra Girolstein: „Alphatiere und einsame Wölfe – Unterstützersysteme für Führungskräfte?“

B3 | Tobias von der Recke: Netzwerkchoreographien in der Versorgung von Kindern und Jugendlichen

B4 | Claudia Seefeldt: Systemische Präsenz in Schule – Herausforderung und Chance (oder „Segen und Fluch?“)

B5 | Barbara Ollefs, Dennis Haase: „Niemand ist alleine krank“ – Vernetzung und Schnittstellenchoreographie in und mit klinischen Kontexten

B6 | Andreas Klink: Bündnisse in kriminalpräventiven Netzwerken

B7 | Gertrud Busch: Elterncoaching ein Konzept auch für die Schule?

B8 | Stephan Theiling, Claudia Terrahe-Hecking: Netzwerke bilden. Eine Börse für bewährte und erprobte Vernetzungskonzepte – „Best Practice“ Wie Vernetzung gelingen kann.

B9 | Viola Endruschat, Kai Schipp: Neue Autorität – eine Möglichkeit für mehr Handlungs-sicherheit in stationären Wohnformen?!

 

Die komplette Übersicht mit den Beschreibungen zu den einzelnen Workshops finden Sie als pdf-Datei im Bereich „Downloads“

 

Inhalte | Workshops am 03. März 2017

Freitag, 03. März 2017 von 14.15 bis 16.15 Uhr

Die Anmeldung erfolgt vor Ort!

C | Einführungsworkshops:

C1 | Martin Althoff & Andrea Schmeing: „Keine ‚Schönwetter-Sozial-Arbeit‘: Neue Autorität in der Arbeit mit Multiproblemklientel

C2 | Cornelia Hennecke: Kluge Wege – erfolgreiche Hindernisläufe?!

 

D | Vertiefungsworkshops:

D1 | Martin Lemme: Kluge Netzwerke – und es könnte auch ganz anders sein. Mögliche Wirkungen, Nebenwirkungen sowie Risiken in und von Netzwerken

D2 | Elisabeth Heismann: Die Professionalisierung der Eltern – Wie Eltern in London sich untereinander vernetzen und ihre Präsenz stärken

D3 | Dennis Haase, Barbara Ollefs: Schuldistanz – In der Navigation zwischen Angst und Scham, Schutz und Ermutigung klug vernetzt bleiben

D4 | Uri Weinblatt: You are too tough!“ -„And you are too soft!“ Regulating the Shame of Parents and Helping them to become the Best Team They Can Be (englischsprachig)

D5 | Martin Steinkamp: Vernetzte Seelen- Die innere Vernetzung der Beraterin als Voraussetzung für die Vernetzung der Interaktion

D6 | Sibylle Hüdepohl: Strickmuster: Präsenz als Orientierung für Supervision

D7 | Jana Marek, Bettina Brunswicker und Peter Ueter: Ein Unterstützungssystem entsteht: Vom ICH zum WIR

 

Die komplette Übersicht mit den Beschreibungen zu den einzelnen Workshops finden Sie als pdf-Datei im Bereich „Downloads“

  • Prof. Dr. Haim Omer

    Prof. Dr. Haim Omer ist Professor für Psychologie an der Universität Tel Aviv.

    Er ist der Entwickler des Ansatzes von Gewaltlosem Widerstand und neuer Autorität in Familien und Schulen.

    Er hat viele Bücher und über 90 Artikel geschrieben, unter anderen: „Autorität durch Beziehung“, „Stärke statt Macht“, „Ängstliche Kinder unterstützen“, „Wachsame Sorge“ und „Neue Autorität: Das Geheimnis starker Eltern“.

    Seine Bücher wurden übersetzt in über 10 Sprachen. Die Wirkung dieses Ansatzes ist vielfach durch Forschungen belegt.

    Dozent 1 von 22
  • Prof. Dr. Arist von Schlippe

    Prof. Dr. Arist von Schlippe |  Diplompsychologe / Familientherapeut

    Inhaber des Lehrstuhls für Führung & Dynamik von Familienunternehmen, Universität Witten/Herdecke.
    Autor vieler Publikationen zu den Themen systemische Beratung, Konfliktmanagement und Familienunternehmen u.a. die Bücher Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung sowie Konfliktmanagement in Familienunternehmen.

    Dozent 2 von 22
  • Prof. Dr. Ulrike Willutzki

    Prof. Dr. Ulrike Willutzki  |  Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin: Inhaberin des Lehrstuhls für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Witten/Herdecke.

    Ausbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie, Systemischer Therapie. Forschungsschwerpunkte: Ressourcen, Resilienz, Psychotherapeutenforschung.

     

    Dozent 3 von 22
  • Dr. Uri Weinblatt

    Dr. Uri Weinblatt (Israel) ist klinischer Psychologe, spezialisiert auf Elterncoaching, Behandlung von Jugendlichen und Paartherapie.

    Seine neueste Veröffentlichung ist das Buch „Die Nähe ist ganz nah! Scham und Verletzungen in Beziehungen überwinden“ (2016, Vandenhoeck & Ruprecht).

    Dozent 4 von 22
  • Dozent 5 von 22
  • Dozent 6 von 22
  • Dozent 7 von 22
  • Dozent 8 von 22
  • Dozent 9 von 22
  • Sibylle Hüdepohl

    Sibylle Hüdepohl: Supervisorin DGSv, Organisationsberaterin sowie stellvertretende Leitung des Beratungszentrums Rat am Ring in Hagen

    Dozent 10 von 22
  • Dozent 11 von 22
  • Dozent 12 von 22
  • Dozent 13 von 22
  • Dozent 14 von 22
  • Dr. Andreas Klink

    Dr. Andreas Klink: Diplom-Psychologe, Systemischer Therapeut, Berater und Supervisor (SG), pädagogischer Leiter einer Jugendhilfeeinrichtung in Essen

    Dozent 15 von 22
  • Dozent 16 von 22
  • Dozent 17 von 22
  • Dozent 18 von 22
  • Dozent 19 von 22
  • Dozent 20 von 22
  • Dozent 21 von 22
  • Dozent 22 von 22
  • Veranstaltungsort

    Professional Campus | Universität Witten/Herdecke

    Alfred-Herrhausen-Str. 50

    58455 Witten

    Tel.: +49 (0)2302/ 926 -0

    E-Mail: professional.campus@uni-wh.de

    Web: www.professional-campus.de

Kosten

  • Gesamtpreis
    380,00 Euro
  • Gruppenrabatt | mind. 3 Personen
    320,00 pro Person
  • Tagespreis
    200,00 Euro

Tagungsgebühr inkl. kompletter Verpflegung

 

In folgenden Hotels haben wir für Sie vom 01. bis 04. März 2017 ein Abrufkontingent zum Selbstkostenpreis unter dem Stichwort "Elterliche Präsenz" reserviert. HINWEIS: Ihre Hotelbuchung nehmen Sie bitte selbst vor.

Nehmen Sie Kontakt auf!

Susann Kleinhans

Professional Campus | Universität Witten/Herdecke

-Projektmanagerin-

Alfred-Herrhausen-Str. 50

58448 Witten

Tel.: +49 (0)2302 / 926 550

Fax: +49 (0)2302 / 926 44 915

E-Mail: susann.kleinhans@uni-wh.de