Mindful Leadership Konferenz 2020

12.+13. März 2020 | mit Trainingsworkshop am 14. März 2020
Dauer
2,5 Tage
Ort
Universität Witten/Herdecke
Format
Konferenz

Inhalt

Konferenztag 1 | Donnerstag, 12. März 2020: Digitale Transformation – u.a. mit Praxisbeispielen von BOSCH und IBM

| Beginn: 09:00 – Ende: 21:00 Uhr |

Konferenztag 2 | Freitag, 13. März 2020 (mit Dr.Otto Scharmer): Theorie U – Wie Transformationsprozesse durch Presencing Tiefgang bekommen.

| Beginn: 09:00 – Ende: 16:30 Uhr |

Trainingsworkshop | Samstag, 14. März 2020 (Leitung: Rudi Ballreich)| 09:00 – 14:30 Uhr

 

Die 6. Mindful Leadership Konferenz widmet sich dem Thema Führung und Kulturtransformation.

Ausgangspunkt ist der digitale Wandel, der Organisationen in den nächsten Jahren nachhaltig verändern wird. Die Digitalisierung betrifft nicht nur die Technologie und die Arbeitsprozesse, sondern auch Führung und Zusammenarbeit und damit die Art und Weise, wie die Menschen in den Organisationen denken, fühlen und sich verhalten. Die große Frage ist, ob und wie es gelingen kann, diese Veränderungen aktiv zu gestalten, sodass die Menschen einen Sinn in den Neuerungen sehen und nicht von ihnen überrollt werden. Dafür ist eine tiefgehende Kulturtransformation notwendig, bei der Führungskräfte eine wichtige Rolle spielen.

In der Konferenz werden inspirierende Beispiele aus Organisation, erhellende Darstellungen zur inneren Dynamik von Transformationsprozessen und Umsetzungsideen abwechseln. Open Space Gruppen ermöglichen die Vernetzung zwischen Organisationen.

Digitale Transformation – Herausforderungen für Unternehmen

Wie werden sich Unternehmen durch die Digitalisierung verändern? Wo geht die Entwicklung hin? Was bedeutet diese Transformation für Unternehmen? Was bedeutet diese Transformation für die Menschen? Was braucht es für Rahmenbedingungen und Gegengewichte, um diese Entwicklungen gut zu gestalten?

Digi-Campus: Wie Bosch die digitale Transformation gestaltet

Vorstellung des Projektes Digi-Campus bei der Robert Bosch GmbH: Wie bei der digitalen Transformation Leadership-Entwicklung mit Kulturentwicklung verknüpft wird. Wie neue Formen des Lernens integriert sind. Wie Mindful Leadership eine wichtige Rolle einnimmt.

Digitale Transformation und Kulturtransformation

Vertreterinnen verschiedener Organisationen und Fachleute diskutieren über die digitale Transformation in Organisation ausgehend von dem Bosch-Projekt und über weitere Ansätze. Grundlegende Fragen stellen sich.

Mind Friends: Eine innovative Form zum selbstorganisierten Lernen in Organisationen.

Dieses innovative Lernprogramm wurde bei Bosch entwickelt. Andere Organisationen beteiligen sich schon daran. Es ist offen für weitere Beteiligungen. An diesem Abend kann man in einer kleinen Gruppe selbstorganisiert eine Lerneinheit durchführen.

Theorie U – Wie Transformationsprozesse durch Presencing Tiefgang bekommen

Otto Scharmer (Alumnus der Uni Witten/Herdecke) wird am zweiten Konfereztag die Dynamik transformativer Prozesse beschreiben und zeigen, wie man von festgefahrenen Mustern im Verhalten und im System zu Prozessen der Öffnung kommt. Stichworte dazu sind: Open Mind – Open Heart – Open Will. Lernen von der Zukunft wird möglich, wenn der Wendepunkt im U als der Ort erfahren wird, wo Transformation geschieht und Neues entstehen kann. Wie gelingt es, Menschen in Organisationen an diesen Wendepunkt zu führen? Und wie kann das Neue, das erfahren wird, Realität werden. Presencing wird Teil einer Führungskunst, wenn es Führungskräften gelingt, diese Öffnungsprozesse anzuregen.

14. März 2020 | TRAININGSWORKSHOP | 09:00 – 14:30 Uhr

„Transformation mit dem U-Prozess“ (Leitung: Rudi Ballreich)

Der U-Prozess ist ein Bild für tiefgehende Veränderungsprozesse, die am Wendepunkt des U durch eine Umstülpung gehen. Dieser Transformationspunkt ist wie der Durchgang durch die Leere eines Nullpunkts. Die Frage ist, wie Menschen durch diese Transformation geführt werden können, wie die Wende gelingt und wie die Umsetzung des Neuen im konkreten Alltag möglich wird. In dem Workshop wird sowohl der besondere Fokus, die innere Logik, als auch das konkrete Vorgehen von drei unterschiedlichen U-Prozessen anhand konkreter Fallbeispiele vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen diskutiert. Einzelne Elemente werden auch geübt.

  1. Die U-Procedur von Friedrich Glasl und Dirk Lemson (1975) als Ansatz zur tiefgehenden Transformation der Organisation, zeigt den Vertiefungsweg von den organisationalen zu den sozialen Prozessen und von dort zu den wirkenden Kräften der Organisationskultur. Wie gelingt die Veränderung der heimlichen Spielregeln? Wie können die neuen Kulturimpulse die sozialen und organisationalen Prozesse gestalten?
  2. Die Theorie U von C. Otto Scharmer (2001) verfolgt ähnliche Schritte wie die U-Procedur, aber der Fokus liegt auf der Transformation des Bewusstseins. Die Entwicklung von Open Mind, Open Heart und Open Will stehen im Mittelpunkt. Wie gelingt es, am Nullpunkt des U das Bewusstsein so zu öffnen, dass das Neue in die Welt kommen kann? Und wie kann das neue konkretisiert und umgesetzt werden?
  3. Der mediative U-Prozess von Rudi Ballreich (2006) setzt bei den konfliktgeprägten Bewusstseinsprozessen der Beteiligten einer Mediation an. Bewusstheit und Mitgefühl für die Bedürfnisnot bei sich selbst und beim Konfliktgegner entwickeln den transformierenden Raum am Wendpunkt des U, der Vergebung und Versöhnung ermöglicht. Hier haben die Schritte des U-Prozesses mit der Entwicklung des zwischenmenschlichen Raums zu tun, der Frieden stiftet.

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  • Dr. C. Otto Scharmer

    Dr. Otto Scharmer, geb. 1961, wuchs auf einem bio-dynamischen Hof auf, studierte an der Universität Witten/Herdecke und promovierte im Bereich Ökonomie und Management. Er ist derzeit Senior Lecturer am Massachusetts Institute of Technology (MIT), USA, Thousand Talent Program Professor an der Tsinghua University, China, und Gründungs Chair des Presencing Institutes in Cambridge (MA). Er ist Gründer vom u.lab, eine Plattform für individuelle und gesellschaftliche Evolution, an der sich in den ersten zwei Jahren 100,000 Veränderungsmacher beteiligten. 2015 wurde er am MIT mit dem Jamieson Prize für Excellence in Teaching ausgezeichnet. 2016 erhielt der den European Leonardo Corporate Learning Award für den Beitrag der Theorie U zu der Zukunft des Management. „Wie kommt das Neue in die Welt?“ Diese Frage treibt den Forscher und Autor der U-Theorie herum. Dabei kommt er zu einem Schluss. „Wir müssen von der entstehenden Zukunft her lernen“.

    www.ottoscharmer.com, www.presencing.org

    Dozent 1 von 5
  • Rudi Ballreich, M.A.

    Rudi Ballreich  |  Organisationsberater / Managementtrainer / Mediator BM®, BMWA, ÖBMJ / Mediationsausbilder BM® und BMWA

    Als Organisationsberater, Mediator, Coach und Trainer für Mindful Leadership bringt er diesen Ansatz in große Unternehmen, aber auch zu Mittelständlern und macht dabei die Erfahrungen mit allen Hierarchieebenen. Rudi Ballreich ist Gesellschafter der TRIGON Entwicklungsberatung München, Inhaber und Geschäftsführer des Concadora Verlags.

     

    Dozent 2 von 5
  • Petra Martin

    Petra Martin wird als Leiterin des Kompetenzzentrums Leadership der Robert Bosch GmbH vorstellen, wie Bosch die digitale Transformation gestaltet. Sie wird mit Ihrer Kollegin Christiane Kurz den Digi-Campus vorstellen. Sie wird aufzeigen, wie bei der digitalen Transformation Leadership-Entwicklung mit Kulturentwicklung miteinander verknüpft werden und wie neue Formen des Lernens dabei integriert werden können.

    Dozent 3 von 5
  • Dr. Lars Schatilow

    Lars Schatilow, Dr. phil. ist Associate Partner der IBM Deutschland GmbH. Er leitet den Bereich Digital Change & Transformation für die D-A-CH-Region. Zuvor hatte er eine eigene Unternehmensberatung sowie ein Transport-Sharing-Plattform-Startup erfolgreich gegründet und geleitet. Schatilow war u.a. im acatech-Expertenbeirat zur Ausgestaltung der Digitalen Agenda für die Bundesregierung aktiv, persönlicher Referent des Präsidenten der Zeppelin Universität, Director Digital Transformation einer Change-Beratung sowie am Europäischen Parlament tätig. Er ist Begründer und Promotor der unternehmensübergreifenden Initiative in D-A-CH: „Human Friendly Automation Charta“.

     

    Dozent 4 von 5
  • Sebastian Benkhofer

    Sebastian Benkhofer ist Leiter des Professional Campus – der Plattform für Fort- und Weiterbildung der Universität Witten/Herdecke. Sein Tätigkeitsschwerpunkt
    liegt in der Konzeption und Umsetzung von Fort- und Weiterbildungsangeboten. Er ist u.a. Dozent zu den Themen Führung und Projektmanagement. Seine Arbeitsfelder sind u.a.

    • Führung
    • Lernende Organisationen
    • Mindful Leadership
    • Veränderungsmanagement
    • Unternehmenskultur

     

    Dozent 5 von 5

Kosten

  • Konferenz inkl. Trainingsworkshop
    890,00
  • Konferenz: 12. + 13.03.2020
    790,00
  • Trainingsworkshop: 14.03.2020
    290,00

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Senta Otto

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