Arena der Kulturen

4. Symposium zur Praxis systemischer Konfliktbearbeitung in Organisationen

26. September 2019
Universität Witten/Herdecke
Startdatum
26. September 2019
Dauer
1 Tag
Ort
Universität Witten/Herdecke
Format
Symposium

Culture eats strategy for breakfast

 

_Peter Drucker

Werte. Perspektiven. Systeme.

Transformation der Organisationskultur ist in vielen Organisationen ein drängendes Thema. Ob es um die Entwicklung der Innovationsfähigkeit, um Agilität, um die Steigerung der Kundenorientierung oder Qualität geht, letztlich wird ein anderes Verhalten der Führungskräfte und MitarbeiterInnen angestrebt. Weil Verhalten aber angetrieben wird durch die Einstellungen, Überzeugungen und Werte der Menschen, ist es eine große Frage: Wie gelingen nachhaltige Kulturveränderungen? Denn ein anderer Mindset kann nicht von oben angeordnet werden. Dazu kommt: Organisationen haben nicht eine einheitliche Kultur. Die Herausforderung besteht darin, mit einer Arena von Kulturen umzugehen. Das ist heute auch gesellschaftliche die große Herausforderung.

 

Was Sie mitnehmen

  Ein grundlegendes Verständnis von Kultur, Organisationskultur und Kulturtransformation
  Konkrete Methoden und Vorgehensweisen für die Transformation von Organisationskulturen
  Beispiele aus Organisationen, wie Kultur verändert wurde
  Ansätze, wie Sie die besprochenen Ansätze und Methoden in der eigenen Organisation oder in den eigenen Beratungsfeldern anwenden können
  Konkrete Anregungen für die Veränderung der Kultur in der eigenen Organisation
  Erfahrungen mit der Mindfulness-Methode „Inquiry“
  Erfahrungen mit Kulturuntersuchungen mit der Dialogmethode von David Bohm

INHALTE

Als Auftakt wird es in einer Podiumsdiskussion um grundsätzliche Fragen gehen: Was ist eigentlich Kultur? Und warum ist es so schwer, die eigene Kultur in Organisationen wahrzunehmen und zu verändern?

In dem Symposium treffen dann zwei unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Organisationskultur aufeinander:

  • Die Metaplan-Beraterin Wiebke Gronemeyer zeigt anhand eines konkreten Kulturtransformationsprozesses, wie man bei Strukturen, Rollen, Prozessen und Regeln ansetzen kann, um nachhaltige Veränderungen der Kultur zu bewirken. Nachhaltig in dem Sinne, dass man zunächst die entscheidenden Stellschrauben herausfindet, um kulturelle Veränderungen in Gang zu setzen. Diese liegen eben nicht nur in der Befähigung der handelnden Personen, sondern vor allem in der Gestaltung der strukturellen Bedingungen für organisationales Handeln.
  • Rudi Ballreich beschreibt ausgehend von Edgar Scheins Kulturveränderungsansatz spezifische Methoden der Kulturdiagnose, Kulturintervention und der speziellen Beratungsrolle. Hier geht es um Tiefeninterventionen, die sich auf die heimlichen Spielregeln und grundlegenden Annahmen beziehen. Weil die Aufdeckung dieser identitätsstiftenden Werte Angst erzeugt, ist der Aufbau von Vertrauen und die Entwicklung von psychologischer Sicherheit im Transformationsprozess sehr wichtig.

Weil Kulturtransformation viel damit zu tun hat, was im Bewusstsein der Menschen geschieht, finden mehrere Inquiries statt, um die Kulturmuster im eigenen Bewusstsein zu erforschen. Diese Methode kann auch dazu anregen, im Arbeitsalltag automatisch auftauchende Kulturmuster zu bemerken, zu stoppen und das eigene Handeln selbst zu bestimmen. Und diese Methode gibt Anregungen, wie im Coaching oder in Beratungsprozessen mit Kulturmustern gearbeitet werden kann.

 

Arbeitsformen

  • Kurze impulsierende Darstellungen
  • Anregungen zur Selbsterfahrung der eigenen Kulturmuster
  • Anwendung einzelner Methoden in Kleingruppen und vertiefende Diskussionen anhand von konkreten Fällen
  • Diskussion der unterschiedlichen Ansätze auf dem Podium und mit den TeilnehmerInnen

Programm

26. September

09:00: Was ist Kultur – und warum ist es so schwer Kultur (in Organisationen) zu verändern?

Diskussion mit Prof. Dr. Guido Möllering und Prof. Dr. Werner Vogd – und dem Publikum

10.00: In den Tischgruppen Kultur erforschen: 1. Inquiry: Erfahrung von Kulturmustern im eigenen Bewusstsein –mit anschließender Auswertung der Erfahrungen 

10:45: Kaffeepause

11:15: Ändere nicht das Verhalten, sondern die Verhältnisse – Metaplans Ansatz zur Gestaltung von Organisationskultur (Dr. Wiebke Gronemeyer)

       Diskussion zu diesem Kulturtransformations-Ansatz in den Tischgruppen, auf dem Podium und mit allen TeilnehmerInnen

13:00: Mittagessen

14:00: In den Tischgruppen Kultur erforschen: 2. Inquiry: Erfahrung von Kulturmustern im eigenen Bewusstsein – mit anschließender Auswertung der Erfahrungen 

14:45: Die impliziten handlungsleitenden Kulturmuster bewusst machen und verändern – Edgar Scheins Kulturtransformations-Ansatz in der Praxis“ (Rudi Ballreich) 

Diskussion zu diesem Kulturtransformations-Ansatz in den Tischgruppen, auf dem Podium und mit allen TeilnehmerInnen 

16:15: Pause

16.45: Gegenüberstellung der beiden Kulturtransformations-Ansätze: Gemeinsamkeiten? Unterschiede? Anregungen für die eigene Praxis

17.30: Abschluss  

 

 

 

 

 

 

  • Rudi Ballreich, M.A.

    Rudi Ballreich  |  Organisationsberater / Managementtrainer / Mediator BM®, BMWA, ÖBMJ / Mediationsausbilder BM® und BMWA

    Als Organisationsberater, Mediator, Coach und Trainer für Mindful Leadership bringt er diesen Ansatz in große Unternehmen, aber auch zu Mittelständlern und macht dabei die Erfahrungen mit allen Hierarchieebenen. Rudi Ballreich ist Gesellschafter der TRIGON Entwicklungsberatung München, Inhaber und Geschäftsführer des Concadora Verlags.

     

    Dozent 1 von 4
  • Dr. Wiebke Gronemeyer

    Wiebke Gronemeyer ist Senior Consultant bei der Unternehmensberatung Metaplan. Sie berät zu Fragen der Strategiefindung und begleitet Unternehmen in Restrukturierungsprozessen. Darin gestaltet sie die oftmals teilhabeintensiven Auseinandersetzungen der Akteure und beleuchtet deren Rollen und Interessen in ihrer Organisation und darüber hinaus. Ihre Branchenschwerpunkte sind die Pharmaindustrie, Technologie, sowie Forschungseinrichtungen und der öffentliche Sektor. Vor ihrer Zeit bei Metaplan arbeitete die promovierte Kuratorin an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Kunst und Kultur und lehrte zur Themen wir transformativer Kulturpraxis, Innovation und Kreativität an der Universität Witten/Herdecke und der Jacobs University, Bremen.

    Dozent 2 von 4
  • Prof. Dr. Guido Möllering

    Prof. Dr. Guido Möllering, Lehrstuhlinhaber/Direktor

    Er ist Lehrstuhlinhaber des Reinhard Mohn-Stiftungslehrstuhls für Unternehmensführung, sowie Direktor des Reinhard Mohn Instituts. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Bedeutung von Vertrauen im Wirtschaftsgeschehen.

    Dozent 3 von 4
  • Prof. Dr. Werner Vogd

    Prof. Dr. Werner Vogd beschäftigt sich als Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie an der Universität Witten/Herdecke mit den sozialen Dynamiken in Management und in der Führung von Organisationen. Er wird von seinen Forschungen zur Rezeption buddhistischer Meditations-praktiken in den westlichen Gesellschaften berichten.

    Dozent 4 von 4

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