Kultur-Transformation in Organisationen

3. Symposium zur Praxis systemischer Konfliktbearbeitung in Organisationen
Startdatum
4. Oktober 2018
Dauer
2 Tage
Ort
Universität Witten/Herdecke
Format
Symposium

Es kommt immer darauf an, den Menschen im System und das System im Menschen gleichzeitig zu sehen!

 

Helm Stierlin

Ablauf 4. Oktober 2018

Ablauf 5. Oktober 2018

Wie gelingt Kulturtransformation in Organisationen ?

Selbstorganisierter, digitaler und agiler! Gegenwärtige Management- und Organisationsansätze weisen auf die Notwendigkeit grundsätzlicher Erneuerung von Unternehmen hin und plädieren für eine radikale Abkehr von vermeintlich veralteten hierarchischen Organisationsformen. Zwischen den Zeilen wird mit den Schlagworten „New Work“, „Selbstorganisation“, „Digitalisierung“ oder „Agilität“ eine Zukunft entworfen, von der die Unternehmen und auch die Mitarbeiter/innen profitieren können. Und all dies zeigt Wirkung: Start-up-Kulturen bekommen Vorbildcharakter, Hierarchieebenen werden abgebaut, Selbstverantwortung und sich selbst organisierende Teams werden angestrebt, Vorstände zeigen sich mit Sneakers…
Bei all diesen Ansätzen tritt ein schier unüberwindbares Problem auf: Wie gelingt es, die notwendigen Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln der Organisationsmitglieder anzuregen? Wenn Selbstverantwortung und intrinsische Motivation im Mittelpunkt stehen sollen, dann kann diese neue Haltung nicht verordnet werden. Die Menschen müssen das Neue wirklich wollen und es als sinnvoll ansehen.
An dieser Stelle scheitern viele Transformationen oder sie bleiben an der Oberfläche. Denn kaum ein Ansatz beschreibt nachvollziehbar, was Thema des Symposiums sein soll: Wie gelingt Kulturtransformation in Organisationen?

 

 

Welche Fragestellungen werden bearbeitet?

• Was ist Organisationskultur?
• Mit welchen Methoden kann Organisationskultur erfasst werden?
• Was sind erfolgreiche Strategien und Methoden zur Transformation einer Organisationskultur?
• Wie kann die Transformation einer traditionellen zu einer agilen Organisationskultur gelingen?

An wen richtet sich das Symposium?

• Führungskräfte und Veränderungsmanager/innen aus Organisationen, die mit der Frage der Kulturtransformation ringen
• Berater/innen, Trainer/innen und Coaches, die Organisationsveränderungen unterstützen wollen
• Wissenschaftler/innen, die sich mit dem Thema Changemanagement, Kulturreflexion und Kulturtransformation beschäftigen

 

Was erwartet Sie auf dem Symposium?

Verständnis für Organisationskultur
Neben grundlegenden Beiträgen zum Verständnis von Kultur werden wichtige Methoden zur Erforschung von Organisationskulturen vorgestellt. Der Einsatz dieser Methoden in Changeprozessen wird besprochen.

Strategische Ideen und konkrete Methoden zur Kulturtransformation in Organisationen
Grundlegende strategische Ansatzpunkte zur Veränderung von Organisationskulturen werden gezeigt,
einzelne Methoden genauer vorgestellt und teilweise auch demonstriert.

Ein Praxisfall zur agilen Kulturtransformation
Das Vorgehen in einem Transformationsprozess bei der Continental AG wird genau beschrieben, die Strategien und Methoden werden gezeigt und die Erfahrungen werden reflektiert. Wie die notwendige Kulturveränderung bei der Entwicklung einer agilen Organisation möglich ist, kann dabei deutlich werden.

Spielerische Experimente zur Erfahrung der agilen Kultur

Wie spielerische Experimentierräume zur Kulturtransformation beitragen können, soll unmittelbar erfahrbar werden.

OPEN SPACE
Teilnehmer/innen und Mitwirkende haben die Möglichkeit, einen Workshop zum Thema „Kulturtransformation in Organisationen“ anzubieten oder auch spontan an einem Thema zu arbeiten, das sich im Verlauf des Symposiums ergeben hat. Workshop-Angebote, die schon vor dem Symposium per Mail mitgeteilt werden, sind auf der Website sichtbar.

Hintergrund

Das Thema der Organisationskultur bleibt ein Dauerbrenner. Seit den 1980er Jahren, damals noch im Kontext der Auseinandersetzung der japanischen Herausforderung, streitet man darüber, ob eine Organisationskultur die Werte, Normen und Prozesse definiert, die in einer Organisation dem Management unveränderlich gegenüberstehen, oder ganz im Gegenteil ein willkommener Hebel zur Durchsetzung weitreichender Transformationen ist. Paradoxerweise gilt beides. Kulturen sind kausal nicht beeinflussbar und eine wesentliche Voraussetzung für mittel- und langfristige Veränderungen. Transformationsprozesse sind Prozesse mit der Kultur gegen die Kultur. Es ist daher kein Wunder, dass sie ebenso viele Ängste wie Hoffnungen auslösen.
Längst überfällig ist daher neben der immer wieder neuen Erprobung praktischer Ansätze auch die Erarbeitung eines theoretischen Verständnisses von Kultur. Es geht um Werte und Normen, so viel ist klar. Werte und Normen werden befolgt und verletzt, so viel ist auch klar. Eine Organisationskultur macht bestimmte, passende Transformationen wahrscheinlicher und verhindert viele andere.

Sie ist eine oft latent gehaltene „Bewertungsinstanz“, die innerhalb der Organisation zwischen „falsch“ und „richtig“ unterscheidet.

Dabei ist die Kultur in der Regel so tief verankert, dass diese Unterscheidung habituell und emotional schneller getroffen wird, als man denken kann.
Systemtheoretisch betrachtet, ist eine Organisationskultur als ein Vorrat an unverhandelbaren Entscheidungen zu sehen. Nicht zufällig sprach Niklas Luhmann von „unentscheidbaren Entscheidungsprämissen“. Viel Intelligenz wird in Organisationen daher darauf verwendet, diese Kultur auf der einen Seite fast unbeobachtbar wirken zu lassen und auf der anderen Seite zu umschiffen, wo man sie nicht brauchen kann.

Broschüre | Symposium

Mitwirkende

  • Dirk Baecker

    Prof. Dr. Dirk Baecker ist Lehrstuhlinhaber für Kulturtheorie und Management an der Universität Witten/Herdecke.

    Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der soziologischen Theorie, der Wirtschaftssoziologie, der Organisationsforschung, der Kulturtheorie und der Managementlehre. Die Hypothese einer „nächsten“, nicht mehr „modernen“ Gesellschaft führt diese verschiedenen Forschungsfelder zusammen. Der gegenwärtige Fluchtpunkt seiner Arbeit ist The Catjects Project, in dem George Spencer-Browns Formkalkül als Ausgangspunkt einer Theorie der Digitalisierung vorgestellt und erprobt wird.

    Dozent 1 von 14
  • Rudi Ballreich, M.A.

    Rudi Ballreich  |  Organisationsberater / Managementtrainer / Mediator BM®, BMWA, ÖBMJ / Mediationsausbilder BM® und BMWA

    Initiator und Moderator der Mindful Leadership Konferenzen. Als Organisationsberater, Mediator, Coach und Trainer für Mindful Leadership bringt er diesen Ansatz in große Unternehmen, aber auch zu Mittelständlern und macht dabei Erfahrungen mit allen Hierarchieebenen.

    Dozent 2 von 14
  • Ute Clement

    Ute Clement ist Diplom-Psychologin und hat Theaterwissen­schaften und Ethnologie in Heidelberg und Erlangen-Nürnberg studiert. Sie ist Geschäftsführerin der Ute Clement Consulting GmbH. Als systemische Organisationsberaterin und Expertin für internationale Change- und Integrationsprozesse begleitet sie Großunternehmen in M&A Projekten und Reorganisationen. Daneben ist sie in verschiedenen Weiterbildungsinstituten als Lehrberaterin tätig und publiziert zu Interkulturalität und systemischer Beratung.

    Dozent 3 von 14
  • Ghada Elramly

    Ghada Elramly ist Ingenieurin und arbeitet bei Continental als Head of Customer Center, verantwortlich für Programm-Management und Vertrieb für zwei wichtige deutsche OEMs im Bereich Infotainment und Connectivity. Sie war ein Jahr lang als interne Projektleiterin zuständig für ein Transformationsprojekt „Agile Organisation“. Als Mitglied des Transformationsteams wendet sie die agilen Methoden in ihrer Abteilung und in ihrem Netzwerk an.

    Dozent 4 von 14
  • Dr. Annette Gebauer

    Dr. Annette Gebauer ist systemische Organisationsberaterin und Inhaberin der Beratung Interventions for Corporate Learning (ICL) mit Sitz in Berlin. Annette Gebauers Beratungsschwerpunkte sind Corporate Learning, High Reliability Organizing sowie Management- und Kulturentwicklung. Gebauer unterstützt zahlreiche internationale Unternehmen in Veränderungsprozessen zur nachhaltigen Kulturentwicklung sowie zur Steigerung der organisationalen Lern- und Leistungsfähigkeit.

    Dozent 5 von 14
  • Gerd Geyer

    Gerd Geyer ist Gesellschafter der Trigon Entwicklungsberatung. Er begleitet u.a. Transformationsprojekte hin zur Agilen Organisation und entwickelt unternehmensinterne Systeme zum Konfliktmanagement.

    Dozent 6 von 14
  • Torsten Groth

    Torsten Groth

    Studium der Sozialwissenschaften, selbständiger Organisationsberater und Dozent am Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Universität Witten/Herdecke.
    Beratungsschwerpunkte: Führung von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien; Referent und Trainer zu Anwendungsfragen der Systemtheorie in Management und Beratung (u.a. Simon, Weber & friends, Hochschule St. Gallen).
    Mitglied im Redmond Consulting Cluster und Gastgeber des Club-Systemtheorie.

     

    Dozent 7 von 14
  • Christina Grubendorfer

    Christina Grubendorfer begleitet als systemische Beraterin Organisationen im Spektrum von Deutsche Bundesbank bis Zalando in den Themenfeldern zukunftsfähige Organisationen, attraktive Arbeitswelten, inspirierende Führung, identitätsstiftende Marken und wegweisende Veränderungen. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der LEA GmbH und Seminarleiterin im Kernteam von Simon, Weber and Friends.

    Dozent 8 von 14
  • Prof. Dr. Heiko Kleve

    Prof. Dr. Heiko Kleve (geb. 1969), Sozialpädagoge und
    Soziologe, Zusatzqualifikationen als Systemischer Berater
    (DGSF), Coach/Supervisor (DGSv), Systemischer
    und lehrender Supervisor (SG), Konflikt-Mediator und
    Case Management-Ausbilder (DGCC). 20 Jahre Erfahrung
    in der systemischen Beratung von Einzelnen, Familien,
    Teams und Organisationen.
    Bis Juni 2017 Professor am Fachbereich Sozial- und
    Bildungswissenschaften der Fachhochschule Potsdam,
    seit Juli 2017 Inhaber des Lehrstuhls für Organisation
    und Entwicklung von Unternehmerfamilien am
    Wittener Institut für Familienunternehmen der privaten
    Universität Witten/Herdecke.

    Dozent 9 von 14
  • Stephan Lauth

    Stephan Lauth ist Leiter der Mechanischen Entwicklung am Standort Wetzlar der Continental Automotive GmbH. Als „Change Agent“ arbeitet er in verschiedenen Projekten zur Transformation des Standortes in eine agile Organisation. Schwerpunkte sind hier: „Agile Organisation einer Hardware-Entwicklungsabteilung“ und „Agile Rollen“.

    Dozent 10 von 14
  • Elisabeth Novak-Fragner

    Elisabeth Novak-Fragner studierte Wirtschafts- und Sozialpsychologie und ist Mediatorin. In ihrer Funktion als Personalleiterin des Standortes Wetzlar der Continental Automotive GmbH ist sie eine wesentliche Mitgestalterin des Transformationsprozesses vor allem in den Bereichen des neuen Kultur- und Führungsverständnisses in einer agilen Organisation. Dazu zählt auch die Anpassung der HR Prozesse.

    Dozent 11 von 14
  • Dirk Schwantes

    Dirk Schwantes ist Dipl.-Ingenieur und arbeitet als Head of Projects am Standort Wetzlar der Continental Automotive GmbH. Im Rahmen des Transformations-Projektes „Agile Organisation“ entwickelt und implementiert er agile Organisationsansätze. Die Auseinandersetzung mit der bestehenden Kultur und mit der zu entwickelnden agilen Kultur ist dabei ein wichtiges Thema.

    Dozent 12 von 14
  • Prof. Dr. Werner Vogd

    Prof. Dr. Werner Vogd beschäftigt sich als Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie an der Universität Witten/Herdecke mit den sozialen Dynamiken in Management und in der Führung von Organisationen. Er wird von seinen Forschungen zur Rezeption buddhistischer Meditations-praktiken in den westlichen Gesellschaften berichten.

    Dozent 13 von 14
  • Sebastian Benkhofer

    Sebastian Benkhofer ist Leiter des Professional Campus – der Plattform für Fort- und Weiterbildung der Universität Witten/Herdecke. Sein Tätigkeitsschwerpunkt
    liegt in der Konzeption und Umsetzung von Fort- und Weiterbildungsangeboten. Er ist u.a. Dozent zu den Themen Führung und Projektmanagement. In seiner Forschung
    beschäftigt er sich u.a. mit dem Thema Organisationskultur und Führung in Krankenhäusern.

     

    Dozent 14 von 14

Veranstaltungort

Unter dem Stichwort

"3. Symposium zur Praxis systemischer Konfliktbearbeitung in Organisationen"

ist ein Abrufkontingentbis zum 20. September 2018 in folgenden Hotels für Sie reserviert:

  • Ardey Hotel Witten

    Ardey Hotel
    Ardeystraße 11-13
    58452 Witten

    E-Mail: info@ardey-hotel.de
    Telefon: 02302 / 98 488 – 0
    Fax: 02302 / 98 488 – 101

    http://www.ardey-hotel.de/

    Preise:

    Einzelzimmer: 74,- € pro Nacht inkl. Frühstück

    Doppelzimmer: 90,- € pro Nacht inkl. Frühstück

    Hotel 1 von 3
  • Lukas Zentrum Witten

    Lukas Zentrum GbR
    Pferdebachstraße 39a
    D-58455 Witten

    Telefon (02302) 175-2616
    Telefax (02302) 175-2605
    E-Mail info@lukaszentrum-witten.de

    http://www.lukaszentrum-witten.de/

    Preise:

    Einzelzimmer: 40,- € pro Nacht zzgl. 8,95 € Frühstück

    Doppelzimmer: 69,- € pro Nacht zzgl. 8,95 € Frühstück

    Hotel 2 von 3
  • Parkhotel Witten

    Parkhotel
    Bergerstraße 23
    58452 Witten

    E-Mail: parkhotel-witten@riepe.com
    Telefon: 02302 / 588 – 0
    Fax: 02302 / 588 – 555

    http://www.riepe.com/de/hotels/witten

    Preis:

    Einzelzimmer: 80,- € pro Nacht inkl. Frühstück

     

    Hotel 3 von 3

Kosten

  • Teilnahmegebühr
    690,00 Euro

Ab 17. Juli 2018 beträgt die Teilnahmegebühr: 690,00 EUR (inkl. Essen & Getränke)

Anmeldeschluss: 10. September 2018

Ihre Ansprechpartnerin

Marie Brämer

Professional Campus | Universität Witten/Herdecke

-Projektmanagerin-
Alfred-Herrhausen-Str. 50

58448 Witten

Tel.: +49 (0)2302 / 926 768
Fax.: +49 (0)2302 / 926 44915
E-Mail: marie.braemer@uni-wh.de