Systemische Aufstellung - Werkstatt für systemische Lösungen - für Fortgeschrittene-2019

Kraftvolle systemische Methode für die Arbeit mit Gruppen und Einzelnen. Dieser Kurs ist für Fortgeschrittene.
Startdatum
9. Januar 2019
Dauer
4 Termine
Ort
Witten
Format
Fortbildung

Systemische Auftstellung? Was ist das?

Systemische Aufstellungen sind eine besonders kraftvolle Methode, die sich in der Beratung und im Coaching von Einzelnen, Gruppen, Teams, Unternehmen bzw. Organisationen bewährt hat. Nicht nur dann, wenn die klassische Gesprächsführung an ihre verbalen Grenzen gerät, kann die Nutzung von Elementen aus der Aufstellungsarbeit zu überraschenden Lösungen führen.
Auch sämtliche Phasen von Beratungs- und Coaching-Prozessen lassen sich durch den Einbezug Systemischer Aufstellungen erlebnisorientierter und zielwirksamer gestalten. Das gilt sowohl in der Arbeit mit Gruppen oder Teams als auch mit Einzelpersonen. Wir können bei der Arbeit mit Aufstellungen erfahren, wie sich Lösungsprozesse ganzheitlich vollziehen. Auch können wir erfassen, wie die emotionalen Seiten des Erlebens („Herz“) ebenso einbezogen werden wie die aktionalen („Hand“) und die kognitiven („Kopf“).

Die Werkstatt

In der Werkstatt werden folgende Formate vertieft, erprobt und erlebt:

Problemaufstellung, Lösungsaufstellung, Aufstellung des ausgeblendeten Themas, Mentorenaufstellung, Tetralemmaaufstellung, Glaubenspolaritätenaufstellung, Familien-, Team- und Unternehmens-/ Organisationsstrukturaufstellung.

Dabei schauen wir uns sowohl die Arbeit in Gruppen an, stellen also Personen als Repräsentanten auf, als auch die Arbeit mit Einzelpersonen, in der wir so genannte Bodenanker (Moderationskarten oder Papierblätter) für die Repräsentation der Systemelemente nutzen. Die Teilnehmer lernen den gesamten idealtypischen Ablauf Systemischer Strukturaufstellungen kennen, erproben diesen an eigenen Themen, erfahren ihn als Beobachter und Repräsentanten sowie in der Verantwortung als Moderatoren von Aufstellungsprozessen.

Wer an der Werkstatt teilnimmt, macht sich mit der Theorie und Praxis der Systemischen Aufstellungsarbeit, insbesondere mit den genannten SySt-Formaten vertraut. Die Teilnehmer werden durch die Werkstatt die zielwirksame und lösende Kraft von Aufstellungen in „Kopf“, „Herz“ und „Hand“ spüren können. Nicht zuletzt erlernen sie Methoden, die sie in ihrer eigenen Arbeit als Berater  oder Coaches, im Einzel- oder Gruppensetting einsetzen können.

In den ersten Sitzungen wird insbesondere der Dozent die Aufstellungen moderieren. Im Verlaufe der Werkstatt wird jedoch allen Teilnehmern Raum geboten, sich ebenfalls in der Moderation von Aufstellungen zu erleben, erste oder vertiefte Erfahrungen mit dieser Methodik zu machen.

Jeder Termin läuft so ab, dass es zunächst einen Input zu den geplanten Inhalten des jeweiligen Werkstatttermins gibt. Im Anschluss daran findet eine erste Aufstellung statt, die nach ihrem Abschluss intensiv ausgewertet wird. Nach einer kurzen Pause erfolgt entweder eine zweite Aufstellung oder eine Arbeit in Kleingruppen,

z. B. als Übung zum Aufstellen mit Bodenankern im Einzelsetting. Jeder Abend wird mit einer Abschluss- und Auswertungsrunde beendet.

Module

Die Module finden jeweils von 17:30 bis 21:00 Uhr statt.

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    09. Januar 2019 | Interventionen in Systemischen Strukturaufstellungen

    Bei diesem Vertiefungstermin wiederholen und erproben wir die zentralen Interventionen in der SySt-Arbeit, u.a. Stellungs- und Prozessarbeit, Tests, Einbeziehen und Trennen, Lastenrückgabe, Nehmen und Geben über die Augen, die Hände und das Sprechen, Arbeit mit rituellen Sätzen.

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    03. April 2019 | Das KEA-Dreieck in Systemischen Aufstellungen

    Systemische Aufstellungen regen kognitive, emotionale und aktionale Prozesse an, initiieren also Veränderungen in Kopf, Herz und Hand. Darüber hinaus können wir diese drei Dimensionen nicht nur als Grundlagen für die Glaubenspolaritäten-Aufstellung nutzen. Die Ebenen der Kognition, Emotion und Aktion helfen auch dabei, die persönlichen und soziale Kontexte und Anliegen von Einzelpersonen, Teams und Organisationen in konstruktiver Weise zu systematisieren. Wie dies kreativ geschehen kann, werden wir an unterschiedlichen Beispielen und Aufstellungen anschauen.

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    04. September 2019 | Das Tetralemma und seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten

    Das Tetralemma-Format ist ein Grundkonzept der SySt-Arbeit und kann nicht nur als Systemische Strukturaufstellung, sondern auch in weiterer, sehr vielfältiger Weise eingesetzt werden. Immer dann, wenn es um die Reflexion und Bearbeitung von gegensätzlichen Polen, Standpunkten oder Optionen geht, ist das Tetralemma nutzbar, um flexibler und kontextangemessener zu denken, zu fühlen und zu handeln. Diese Vielfalt des Einsatzes des Tetralemma wird praktisch erprobt und theoretisch vertieft.

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    27. Novemebr 2019 | Doppelt verdeckte Aufstellungen, prototypische und Erkundungsaufstellungen

    Bei diesem Vertiefungstermin wollen wir uns mit einer besonders interessanten Form systemischer Aufstellungen befassen: Doppelt verdeckte Aufstellungen sind so konzipiert, dass nur die Anliegeneinbringer/innen wissen, was aufgestellt wird und welche Frage mit der Aufstellung beantwortet werden soll. Wie wir diese Form sensibel und achtsam nutzen können, und zwar insbesondere auch in Kontexten, in denen Aufstellungen wohlmöglich eher ablehnend oder skeptisch betrachtet werden, werden wir besprechen und anhand von Übungen erfahren.

Die Module finden jeweils von 17:30 bis 21:00 Uhr statt.

Kosten

  • Gesamtpreis | 4 Module
    600,00 EUR
  • Einzelne Module | pro Modul
    190,00 EUR
  • Prof. Dr. Heiko Kleve

    Prof. Dr. Heiko Kleve (geb. 1969), Sozialpädagoge und
    Soziologe, Zusatzqualifikationen als Systemischer Berater
    (DGSF), Coach/Supervisor (DGSv), Systemischer
    und lehrender Supervisor (SG), Konflikt-Mediator und
    Case Management-Ausbilder (DGCC). 20 Jahre Erfahrung
    in der systemischen Beratung von Einzelnen, Familien,
    Teams und Organisationen.
    Bis Juni 2017 Professor am Fachbereich Sozial- und
    Bildungswissenschaften der Fachhochschule Potsdam,
    seit Juli 2017 Inhaber des Lehrstuhls für Organisation
    und Entwicklung von Unternehmerfamilien am
    Wittener Institut für Familienunternehmen der privaten
    Universität Witten/Herdecke.

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Marie Brämer

Universität Witten/Herdecke

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