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Zu Besuch bei Dir selbst. Ein Einblick in das einwöchige Schweigeretreat.

Als Teil des Intensivtrainings Train the Trainer für Mindful Leadership

Schweigen ist gold: die officina humana als innerer Raum.

Eine Minute der Stille kann sich wie ein besonderer Moment anfühlen.

Können Sie sich vorstellen, für eine Stunde zu schweigen? Oder gleich einen ganzen Tag? Ohne Mobiltelefon, versteht sich.

Führungskräfte und Coaches, die sich zum Trainer für Mindful Leaders weiterbilden wollen, sollen noch mehr aushalten können.

Eine ganze Woche dauern die zwei Schweigeretreats, die verpflichtend zum Lehrgang Train the Trainer für Mindful Leadership dazu gehören.

Und zwar nicht als Pflicht, sondern als Moment des In-Sich-Kehrens und Auftankens.

Der Bonus: Möglicherweise kommen Teilnehmende außerdem zu neuen Einsichten und Erkenntnissen.

 

Klosterstille.

Immer mehr Menschen brauchen eine Auszeit. Einen Moment der Ruhe, des Abschaltens von allen Verpflichtungen und Beziehungen — ob privat, beruflich, familiär.

Als Zeit der Einkehr in sich selbst.

Kein Wunder also, dass sich Kurzurlaube oder Retreats in Rückzugsorten wie insbesondere Klostern zu einem anhaltenden Trend etabliert haben.

Doch jenseits kurzlebiger Modeerscheinungen bietet das Schweige-Retreat eine gewichtige Grundlage für Führungskräfte, die andere zu Mindful Leadership trainieren und befähigen wollen.

 

 

Eine Reise in sich selbst.

Warum ein Schweigeretreat für den Lehrgang Train the Trainer für Mindful Leadership so wichtig ist? Das erläutert der Lehrgangsleiter des Intensivkurses, Rudi Ballreich, wie folgt:

„Das Schweigen ist wichtig, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Tiefere Schichten der Erfahrung können sich dadurch zeigen.

Das Schweigen bezieht sich aber nicht nur auf Worte, sondern auch auf nonverbale Kontakte. Teilnehmende bekommen eine Chance abzuschalten – jede/r für sich.

In der Lehrgangsgruppe finden während der Zeit des Schweigens keine Kontakte statt. Denn jeder Kontakt öffnet sofort die Türe zu vielfältigen Geschichten.

Die Einsamkeit ist ein wichtiger Ort in dieser Reise zu sich selbst.“

 

Von Moment zu Moment präsent sein.

Der Lehrgangsleiter Rudi Ballreich betont, worum es ihm im Retreat geht: „Im Wesentlichen geht es darum, eine Form der Bewusstheit zu praktizieren, die von Moment zu Moment präsent bei dem ist, was in der eigenen Erfahrung auftaucht – und dabei diese auftauchenden Erfahrungen anzunehmen, so wie sie sind. Diese Form der Bewusstheit zu entwickeln, zu stabilisieren und zu verstehen, ist ein wichtiges Anliegen des Retreats.“

 

 

 

 

 

Kostenloses Stock Foto zu achtsamkeit, ausbildung, ausübung

Won wegen Urlaub: Selbstdisziplin, Körperbasierte Praxis, Strukturierte Meditation.

Wer denkt, in dieser Woche wird einem langweilig, irrt. In strukturierten Meditationsübungen werden vier grundlegende Dimensionen unserer Erfahrung intensiv erforscht:

-Körpererfahrungen auf Grundlage verschiedener Positionen und Haltungen

-Lebendigkeitserfahrung, u.a. vom Atem ausgehend

-psychische Funktionen und ihre Eigendynamik: Wahrnehmen, Denken,
Fühlen, Wollen, Handeln

-Bewusstseinsprozesse, die mit der Entwicklung von Achtsamkeit zu tun haben: insbesondere Aufmerksamkeit, Bewusstheit, Präsenz, Mitgefühl.
Aber auch Hindernisse von Achtsamkeit, wie automatisches Agieren.

 

Zukunft der Arbeit: die officina humana.

Doch zurück im Büro.

Was dies alles mit effizientem Arbeiten in Organisationen zu tun hat?

Gerade aktuell stehen Führungskräfte und Organisationen vor der Herausforderung, hybride Orte und Räume des Lernens, des Arbeitens und des Rückzugs zu erfinden (Stichwort „Hoffice“).

Ein kurzer Blick in die Vergangenheit zeigt eine Kontinuität zwischen gestriger Klosterarchitektur und heutigen Arbeitsräumen.

Besonders das Skriptorium schreibt Geschichte: es entstand in unbenutzten, leeren, sozusagen funktionslosen Räumen.

In Vergessenheit geraten sind wiederum Stube und Zelle als Orte der Arbeit mit und an sich.

 

Künftig geht es aber nicht nur um physische, sondern zunehmend auch um psychisch-mentale Räume.

Um Neues zu erdenken, braucht es sowohl neue Räume der Lehre als auch solche der Leere.

Oder, so die Autoren des Buchs Officina Humana:

„Für das Büro der Zukunft ist das Kloster maßgeblich.
Es lehrt, das Kostbares am Besten dann geschützt ist, wenn
Kreation und Rekreation einander die Waage halten.“

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