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Professional Campus | UW/H

Auf einen Kaffee mit... Birgit Beßler

Frischer Wind im Professional Campus: Zum Start in das Wintersemester stellt sich unser Team neu auf. Ein Blick auf die „human side of work“ zeigt Facetten, die Sie vielleicht so noch nicht kannten: Eine Yogalehrerin, ein Architekt und Coach, ein Musikliebhaber und Veranstaltungsmanager, eine Bio-Gärtnerin… und nun eine Künstlerin.

Wir trafen uns auf einen Kaffee mit Birgit Beßler in ihrem Atelier.

 

Liebe Birgit, woran arbeitest Du gerade?

Birgit: Zuletzt habe ich eine Reihe großformatiger Tuschzeichnungen angefertigt.

Es geht um die Weite des Raums im Verhältnis zur Bewegung. Das „Dazwischen“ und das Gegenüber von Möglichkeit und Festlegung sind die Themen, die mich interessieren. Innehalten und Wahrnehmen sind die Basis meines Tuns.

Wenn ich nicht im Atelier bin, arbeite ich an künstlerischen Gemeinschaftsprojekten.

 

Und wenn es nicht um Kunst geht: was beschäftigt Dich gerade?

Birgit: Als frisch eingestiegene Projektmanagerin im Team Professional Campus bin ich gerade damit beschäftigt, mir einen Überblick zu verschaffen und das Programm für Gesellschafter in Familienunternehmen weiterzuentwickeln, welches in enger Kooperation mit dem WIFU angeboten wird.
Außerdem arbeiten wir gerade intensiv an neuen Formaten rund um Zukunftsgestaltung in Lehre und Organisation.
Mich interessiert daran besonders die Frage der künstlerischen Intervention und die Möglichkeiten des Spielerischen und Intuitiven im Lernen.

Kunst und Unternehmen: wie passt das denn zusammen?

Birgit: Vor meinem Studium der freien Kunst und der Erziehungswissenschaften hatte ich eine Banklehre und Traineeausbildung in Hamburg absolviert… (übrigens ein gemeinsamer Nenner mit unserem Teamleiter Sebastian!) In meiner Zeit bei der Commerzbank AG war ich für Unternehmen zuständig. Somit finde ich mich auch in der Welt der Familienunternehmen zurecht und habe ein solides Fundament, was die gemeinsame Sprache und Mitarbeit im Team Professional Campus erleichtert.

Kunst hat aber im sozialen und organisationalen Kontext ihren Platz, und somit auch in Unternehmen  — und zwar nicht nur an der Wand oder als Betrachtungsgegenstand. Dass künstlerische Prozesse gerade in Organisationen neue Denk- und Sichtweisen als auch Ideen in Gang setzen können, lässt sich durch zwei Generation sozial engagierter Kunstschaffender illustrieren. Als prozessgestaltende Künstlerin biete ich gruppendynamische, gemeinschaftsbildende Kunstaktionen für Unternehmen an. Dies kann sich im Miteinander positiv auswirken. In einem Arbeitsteam kann ein Gespräch dieser Güte klärend wirken, Transparenz in Situationen bringen und die Freude am gemeinsamen Arbeiten steigern. Oder es macht einfach Spaß zusammen etwas Neues zu erleben. Erfahrungen sammelte ich z.B. bei Kunstprojekten mit der GLS Bank oder beim Kongress Soziale Zukunft. Offen und spielerisch neue Perspektiven einzunehmen kann ein Schlüsselmoment für Veränderung sein.

 

Was heißt für Dich Zukunft gestalten – gerade im Hinblick auf lebenslanges Lernen?

Birgit: Vor meinem Einstieg an der Universität Witten/Herdecke habe ich verschiedenartige Formen des Lernens und Lernens erkundet: Kunsttherapie, Arbeit an basisdemokratischen Schulen, Begleitung von Team-Prozessen… Ich habe außerdem ein Atelier für Kunst und Prozesse gegründet. Zuletzt habe ich Bildungsformate und Kongresse zur Zukunftsgestaltung und Design Thinking konzipiert und entwickelt. Direkt vor meinem Start am Professional Campus habe ich bereits viele Jahre in der Erwachsenenbildung gearbeitet und besonders an der Entwicklung neuer didaktischer Formate gearbeitet, mich und die Prozesse immer wieder neu hinterfragt.

Zukunft gestalten im Hinblick auf Lernen heisst für mich: Sich auf Inspiration und andere Perspektiven einzulassen sowie den Mut haben, neue Wege zu betreten. Als Lehrende bedeutet es auch, die eigene Rolle zu reflektieren und sich in einen Stand des Unwissens hineinzuversetzen.  Gerade von den Lernenden, von den Jüngeren, haben wir eine Menge zu lernen. Lernen ist einer offener, kollektiver Prozess. Das ist vielen erst in Pandemie-Zeiten bewusst geworden: die Wichtigkeit des Austauschs zum Lernen aus ko-kreativer Prozess des offenen Austauschs. Praktisch heißt das, dass ich mich gerade in einem Projekt mit einem jungen Game-Designer in München befinde. Kooperatives Lernen, Wahrnehmen und Forschen im digitalen Spiel-Raum eröffnet sehr spannende Möglichkeiten, die mich herausfordern, über meinen künstlerischen Tellerrand hinaus zu schauen.

 

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